Martin Grubinger, Schlagzeuger im ZEITGESPRÄCH 106 mit Gerhard Schmid
Martin Grubinger spricht über seine Karriere, die Bedeutung von Musikbildung für Kinder und seine Workshops zum Johann Strauß Jahr 2025. Er betont die gesellschaftliche Verantwortung von Künstlern und die verbindende Kraft der Musik.
27.03.2025 29 min
Zusammenfassung & Show Notes
Gespräche auf Augenhöhe, auf Höhe der Zeit: Die „ZEITGESPRÄCHE“ sind ein eindrückliches Zeugnis von Anstand und Respekt.
Zeit für Gespräche – Zeit für Antworten. Gerhard Schmid liefert mit seinen „ZEITGESPRÄCHEN“ beides. Und das zur richtigen Zeit. Denn mit dieser Reihe gelingt, was in der Eile des Alltags oft leider zu kurz kommt: Erfahrung und Persönlichkeit zusammenbringen. Das Gespräch suchen und finden. Zuhören, Menschen und ihre Geschichten und Erfahrungen wirken lassen.
Zeit für Gespräche – Zeit für Antworten. Gerhard Schmid liefert mit seinen „ZEITGESPRÄCHEN“ beides. Und das zur richtigen Zeit. Denn mit dieser Reihe gelingt, was in der Eile des Alltags oft leider zu kurz kommt: Erfahrung und Persönlichkeit zusammenbringen. Das Gespräch suchen und finden. Zuhören, Menschen und ihre Geschichten und Erfahrungen wirken lassen.
In dieser Episode der Zeitgespräche ist der weltbekannte Schlagzeuger und Musiker Martin Grubinger zu Gast. Er wird von der Presse als Jahrhundertmusiker gefeiert und ist besonders bekannt für seine Vielseitigkeit als Schlagzeuger, Komponist und Dozent. Zu Beginn des Gesprächs wird auf seine beeindruckende Karriere eingegangen, die ihn um die ganze Welt geführt hat, einschließlich großer Konzerte mit renommierten Orchestern wie den Wiener Philharmonikern. Grubinger erzählt von seinen Anfängen, die er seinem Vater verdankt, der ebenfalls leidenschaftlicher Schlagzeuger war und seine Begeisterung für die Musik an ihn weitergab. Er beschreibt, wie er im Alter von drei Jahren mit dem Schlagzeugspielen begann und die Theorie hinter dem Schlagzeugspiel, die motorischen Fähigkeiten und die Leidenschaft, die notwendig sind, um das Instrument wirklich zu beherrschen. Der Dialog entwickelt sich weiter, und Grubinger betont die Bedeutung von Musikbildung in Österreich. Er hebt hervor, wie wichtig es ist, dass Kinder Zugang zur Musik erhalten, und spricht die exzellente Ausbildung an den österreichischen Musikuniversitäten an. Diese Institutionen ziehen Studierende aus der ganzen Welt an, die auf der Suche nach einer ganzheitlichen Musikausbildung sind. Grubinger, der selbst Professor am Mozarteum in Salzburg ist, teilt seine Erfahrungen und Ansichten über die verschiedenen Musikstile, die für Schlagzeuger relevant sind. Er betont die Rolle des Schlagzeugs in diversen Musikrichtungen und den Einfluss, den es auf die Musiklandschaft hat. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf Grubingers Plänen im Kontext des Johann Strauß Jahres 2025. Er berichtet von einem speziellen Projekt, bei dem er mit Schülerinnen und Schülern aus Wien Workshops geleitet hat, um ein großes Konzert vor 30.000 Menschen zu organisieren. Grubinger hebt hervor, wie Musik aus verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen Menschen verbindet und sie zusammenbringt. Er spricht leidenschaftlich darüber, wie wichtig es ist, dass Kinder frühzeitig mit Musik in Berührung kommen und wie dies zu einer positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit beiträgt. Neben seiner künstlerischen Karriere beleuchtet das Gespräch auch die gesellschaftliche Verantwortung von Künstlern. Grubinger äußert den Wunsch, dass Künstler sich klar für humanistische Werte und eine europäische Zusammenarbeit positionieren. Die Diskussion verändert sich, als die Themen Politik und Gesellschaft angesprochen werden. Grubinger und der Interviewer reflektieren über die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft steht, und betonen die Notwendigkeit von kulturellen Bindegliedern, um die Gemeinschaft zu stärken und autoritären Tendenzen entgegenzuwirken. Abschließend hebt Grubinger hervor, dass Musik und Kunst nicht nur einen ästhetischen Wert haben, sondern auch einen sozialen und politischen Beitrag leisten können. Er ermutigt dazu, mehr in die Musikbildung zu investieren und die gesellschaftlichen Auswirkungen von Kunst zu erkennen und zu fördern. Letztlich ist die Botschaft klar: Musik kann als kraftvolles Mittel dienen, um Gemeinschaft zu fördern, Vorurteile abzubauen und eine menschlichere Gesellschaft zu schaffen. Die Episode endet mit der Aufforderung an Grubinger, weiterhin aktiv zu bleiben und sein Wissen und Können für kommende Generationen einzusetzen.
Die „ZEITGESPRÄCHE“ sind geprägt von Anstand und Respekt. Vor Menschen, Werten und dem demokratischen Miteinander. Sie verbinden spannende Einblicke mit klugen Gedanken und vergnüglichen Momenten im Leben wunderbarer Persönlichkeiten.