ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid

Gerhard Schmid
Gespräche auf Augenhöhe, auf Höhe der Zeit: Die „ZEITGESPRÄCHE“ sind ein eindrückliches Zeugnis von Anstand und Respekt.

Zeit für Gespräche – Zeit für Antworten. Gerhard Schmid liefert mit seinen „ZEITGESPRÄCHEN“ beides. Und das zur richtigen Zeit. Denn mit dieser Reihe gelingt, was in der Eile des Alltags oft leider zu kurz kommt: Erfahrung und Persönlichkeit zusammenbringen. Das Gespräch suchen und finden. Zuhören, Menschen und ihre Geschichten und Erfahrungen wirken lassen.

Die Vernetzung von Politik und Zivilgesellschaft ist ein zentrales Anliegen der „ZEITGESPRÄCHE“. Dabei geht es stets um Haltung in bewegten Zeiten. Und so bilden die Gespräche mit all den herausragenden Persönlichkeiten nicht nur eine Rückschau, sondern blicken auch in die Zukunft und dienen damit als Kompass für all das, was vor uns liegt.

Die „ZEITGESPRÄCHE“ sind geprägt von Anstand und Respekt. Vor Menschen, Werten und dem demokratischen Miteinander. Sie verbinden spannende Einblicke mit klugen Gedanken und vergnüglichen Momenten im Leben wunderbarer Persönlichkeiten.

Weitere Informationen zu Gerhard Schmid http://gerhard-schmid.at/
Die ZEITGESPRÄCHE auf YouTube: https://www.youtube.com/@dr.gerhard.schmid
Die ZEITGESPRÄCHE auf Facebook: https://www.facebook.com/zeit.gespraeche.gerhard.schmid

Dr. Matti Bunzl, Direktor Wien Museum im ZEITGESPRÄCH 107 mit Gerhard Schmid

Dr. Matti Bunzl beschreibt die Generalsanierung des Wien Museums mit 17 Standorten, kostenlosem Eintritt und digitalen Sammlungsangeboten. Zukünftige Projekte umfassen die Renovierung des Schubert-Geburtshauses zum 200. Todestag 2028.

30.03.2025 28 min

Dr. Bunzl, der Direktor des Wien Museums, erläutert, dass die Institution eine große Kunstsammlung besitzt und als Universalmuseum fungiert, das alles sammelt, was in direktem Zusammenhang mit Wien steht. Das Museum hat insgesamt 17 Standorte in der Stadt, wobei das Hauptgebäude am Karlsplatz architektonisch herausragend ist und das Herzstück der Wiener Museumskultur darstellt.

Dr. Bunzl beschreibt seine Position als eine Ehre und ein Privileg, da das Wien Museum über eine über 100-jährige Geschichte verfügt und von den Arbeiten seiner Vorgänger profitiert. Ein zentraler Fokus der Diskussion liegt auf der Generalsanierung und Erweiterung des Museums, die notwendig wurde, um mehr Ausstellungsfläche und moderne Einrichtungen zu schaffen. Der Wettbewerb zur Erweiterung zog 274 Einreichungen an, und das gewählte Konzept sah vor, ein separates Gebäude im vorhandenen Innenhof zu errichten, was als innovativer Ansatz betrachtet wird.

Dr. Bunzl beschreibt die architektonischen Herausforderungen, die sich aus der Nähe zum Wienfluss ergaben, und die besondere Gestaltung des neuen Gebäudes, das als „Schwebe-Geschoss“ bezeichnet wird. Ein weiterer bedeutender Punkt ist die Einführung von kostenfreiem Eintritt, was in Kontinentaleuropa nahezu einzigartig ist. Dr. Bunzl hebt hervor, dass die Entscheidung, die Dauerausstellungen kostenlos zu machen, aus der Überzeugung heraus getroffen wurde, dass diese Sammlungen der Öffentlichkeit gehören.

Die Entwicklung des Besucherinteresses zeigt sich deutlich, da die Besucherzahlen seit der Eröffnung gestiegen sind, mit einer Prognose für den einmillionsten Besucher. Dr. Bunzl spricht auch über seinen persönlichen Werdegang, der ihn von einer akademischen Laufbahn in den USA zurück nach Wien führte. Er hebt die Bedeutung der Teamarbeit im Museum hervor und stellt fest, dass jede Ausstellung und jedes Projekt im Team entwickelt wird.

Die Bedeutung der Bildung und des Austauschs mit Schulen und wissenschaftlichen Institutionen wird ebenso betont. Das Wien Museum engagiert sich stark in der Vermittlungsarbeit und bietet eine Vielzahl von Programmen für unterschiedliche Zielgruppen, einschließlich Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Dr. Bunzl erklärt, dass das Museum nicht nur die Stadtgeschichte vermittelt, sondern auch aktiv mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammenarbeitet, um die Sammlung weiter zu erforschen und zugänglich zu machen.

Ein Thema von besonderem Interesse im Museum ist die Digitalisierung der Sammlung, die bereits über 100.000 Objekte online zugänglich macht. Dr. Bunzl spricht über die Herausforderung, geeignete Themen für Sonderausstellungen zu finden, und betont, dass vielen Themen sowohl wissenschaftliches als auch relevantes volksbildnerisches Interesse zukommt.

Ein Beispiel ist die erfolgreiche Ausstellung „Winter in Wien“, die durch die reichhaltigen Bestände des Museums realisiert wurde. Die Diskussion schließt mit Ausblicken auf zukünftige Projekte, darunter die Renovierung des Schubert-Geburtshauses, die im Jahr 2028 anlässlich des 200. Todestages von Franz Schubert abgeschlossen sein soll. Dr. Bunzlbetont die Wichtigkeit, das kulturelle Erbe Wiens zu bewahren und gleichzeitig innovative Ansätze in der Museumsarbeit zu verfolgen.

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